Wie die Ahnenarbeit zu mir kam

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Es gibt Ahnenthemen!?

Im Herbst 2021 kontaktierte mich meine Coaching-Ausbilderin und wollten wissen, ob ich Interesse hätte, bei ihrem neuen Angebot als Ansprechperson / Coach mitzuarbeiten. Eine Woche später bekam ich eine Anfrage von einer Frau, mit der ich im Bereich Führungskräfteentwicklung zusammengearbeitet hatte: Ob ich denn Lust hätte, sie als Co-Trainerin bei ihrem neuesten Projekt zu unterstützen.

Für die Zusammenarbeit gab es in beiden Fällen zwei Voraussetzungen: zum einen musste ich mit meinem aktuellen Arbeitgeber abklären, ob ich überhaupt nebenbei einer freiberuflichen Tätigkeit nachgehen durfte; zum anderen brauchte ich eine Webseite als digitale Visitenkarte.

Meine Firma gab das Okay (ich arbeite seit 2018 in Teilzeit). Und Dank meiner klaren Vorstellungen sowie der Hilfe einer großartigen Webdesignerin war auch die Seite schnell erstellt. Was ich bis dahin aber gar nicht auf dem Schirm hatte, war meine tiefsitzende Angst vor Sichtbarkeit. In den Tagen vor dem Launch der Webseite im August wurde ich nicht nur nachts in meinen Träumen, sondern auch tagsüber in meinen Gedanken mit Vorstellungen überschüttet, die mit meinen eigenen Erlebnissen nichts zu hatten. Kurz nachdem die Seite Online war, wartete mein Nervensystem förmlich darauf, dass jetzt irgendetwas Schlimmes passieren würde. Meinem Verstand war klar, dass ein Coaching-Angebot im Jahre 2022 komplett unspektakulär ist. Meinem Körper nicht.

Die Hexenwunde

Auch wenn ich mich gut regulieren konnte, die ersten zwei Wochen nach dem Launch der Seite gehören nicht zu den entspanntesten meines Lebens. Das Wunderbare an dieser Erfahrung war: Es passierte nichts. Rein gar nichts. Außer, dass eine Freundin aus meiner Studienzeit mich aus irgendeinem Grund gegoogelt hatte, meine Seite entdeckte und mir schrieb, um mal wieder Hallo zu sagen. Für mich und meinen Körper ein wichtiger erster Schritt!

Im Flow Summit 2021 hatte mich Kaja Andrea mit ihrem Beitrag beeindruckt, und als ich Anfang 2023 ganz „zufällig“ auf ihr Angebot „Heile deine Hexenwunde“ stieß, reagierte mein Körper so stark auf den Titel, dass ich den Workshop direkt buchte, ohne richtig die Zusammenhänge zu verstehen.

Das tat ich dann umso mehr während und nach dem eigentlichen Online-Event am 30. April. Ich hatte auf meiner Webseite meinen Standpunkt geteilt, ihn für alle sichtbar gemacht. Und das befand mein Körper für gefährlich. Kein Wunder! Emotionale Traumata werden über Generationen weitergegeben. Nicht nur durch Erziehung, sondern durch epigenetische Marker – tief in unserer DNA.

Der Anfang einer wunderbaren Reise

Die Ahnenreise mit Kaja und den anderen Frauen im Workshop hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Zum einen war ich überrascht davon wieviel ich wahrnahm. Zum anderen hat sie etwas ganz Fundamentales verändert: Ich fühlte mich seit diesem Abend stark verbunden – mit ein paar von den Personen, die ich wahrnehmen konnte und die damals während der Hexenverfolgung ausgeliefert wurden … und – ich war kurzzeitig geschockt – mit ein paar von denen, die andere verraten und verfolgt haben.

Über den Workshop kam ich zu „Becoming You“, dem Jahreskreis für Frauen, den Kaja seit 2021 anbietet und in dem es auch ganz viele Ahnenreisen gibt. Als das Programm im August 2024 zu Ende war, meldete ich mich – sobald die Tore öffneten - zur ECHO®-Ausbildung an, die im Oktober 2024 startete. Von dieser Methode versprach ich mir etwas, das ich so noch nicht kannte: eine nachhaltige Transformation auf tiefster Ebene, eine Veränderung, die bleibt.

Die Ausbildung zur Practitioner für Ahnenarbeit nach der ECHO®-Methode ermöglichte mir nicht nur, mein Wissen zu vertiefen und meine Fertigkeiten zu erweitern, ich konnte diese Transformation auch bei den anderen Teilnehmerinnen und den Bekannten, die sich mir als Übungskundinnen zur Verfügung stellten, beobachten. Manchmal löste sich ein Muster auf Anhieb, manchmal mit etwas Geduld. 

Meine Ahnen sind nun Teil meines Lebens

Die Zusammenarbeit mit den beiden Frauen, die aufgrund ihrer Anfrage bei mir die Idee zur Selbständigkeit angekurbelt hatten, kam nie zustande, und ich habe meine erste Webseite nach ein paar Monaten wieder abgeschaltet. Dafür kam etwas anderes in mein Leben: Die Verbindung zu sowie die Arbeit und das Sein mit meinen Ahnen … und damit auch eine tiefere Verbindung zu mir selbst. Allein dafür hat sich mein erster Internetauftritt gelohnt! Und der Launch des zweiten verlief daher nun auch wesentlich entspannter.

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Der Jahreskreis – Halt und Ausrichtung